Junge Ideen für alte Dörfer

Studierende der Universität Vechta haben ihre Heimatdörfer erkundet – und dabei ebenso kreative wie persönliche Ideen für die Zukunft der Dörfer entwickelt.

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DAS PROJEKT „ZUKUNFT DER DÖRFER“

Die Idee

Der umfassende ökonomische und soziale Strukturwandel der ländlichen Räume stellt verschiedene Regionen vor vielfältige Herausforderungen: Während einige mit Überalterung oder der Abwanderung von Bevölkerung und Wirtschaft zu kämpfen haben, müssen andere Landstriche Lösungen für mangelnden Wohnraum, den Anschluss an das digitale Zeitalter oder den Umbau von Versorgungsstrukturen finden beziehungsweise Konzepte für ein kulturell diverses Zusammenleben und den Ausgleich von Flächenkonkurrenzen entwickeln. Die Diskussionen um diese Lösungen und Konzepte werden jedoch häufig abstrakt und ohne die betroffene Bevölkerung geführt. Hier setzt das Projekt „Zukunft der Dörfer“ an, das in verschiedenen Veranstaltungsformaten und Workshops mit Bürger*innen vor Ort ins Gespräch kommen will. Die dabei thematisierten Zukunftsfragen beschäftigen sich mit strukturellen Gegebenheiten (Landwirtschaft, Kulturlandschaft, Baukultur) ebenso wie mit prozessorientierten Rahmenbedingungen (Migration, Mobilität, Leben und Arbeiten) und mentalitätsgeschichtlichen Besonderheiten (Lokale Identitäten, Religiöse Mentalitäten, Konzepte Neuer Ländlichkeit, Kultur im ländlichen Raum). Ziel des Projektes ist es, einen wissenschaftlich begleiteten Diskussionsraum für die Herausforderungen und Folgen des demographischen Wandels, der Globalisierung und gleichzeitigen Regionalisierung, der Diversifizierung und Digitalisierung unserer Gesellschaft zu schaffen. Dabei werden Erkenntnisse und Impulse aus der Wissenschaft zu historischen und aktuellen Transformationsprozessen an die Bürger*innen der Region weitergegeben und gleichzeitig deren Bedarfe und Fragen in die wissenschaftliche Arbeit aufgenommen – im Sinne eines Wissenstransfers auf Augenhöhe.

Der Rahmen

Das Projekt „Zukunft der Dörfer“ findet statt im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsdiskurse“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK), mit dem Ziel, Relevanz und Aktualitätsbezug der Geistes- und Sozialwissenschaften zu unterstreichen. Aktuell werden so landesweit zwölf Projekte dieser Fachrichtungen aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung unterstützt. Auf das Projekt „Zukunft der Dörfer“ entfallen knapp 100.000 Euro bei einer Laufzeit Mai 2019 bis Juli 2020. Modellregion ist das Oldenburger Münsterland.

Das Team

Die Projektleiterinnen Simone Israel und Christine Lorenz-Lossin
Simone Israel und Christine Lorenz-Lossin (Foto: F. Schmidt)

Simone Israel [SI]
Jahrgang 1970, aufgewachsen in Stemwede unweit des Dümmer Sees, Studium der Neueren Geschichte und Angewandten Kulturwissenschaft, freiberufliche Historikerin, Stationen in verschiedenen Bildungseinrichtungen, Wissenschaftl. Mitarbeiterin,  jetzt Projektleitung “Zukunft der Dörfer”

Christine Lorenz-Lossin [CLL]
Jahrgang 1977, aufgewachsen im Bayerischen Wald; Studium der Europ. Ethnologie/Volkskunde, Kunstgeschichte, Allg. Pädagogik, Text- und Kultursemiotik; freiberufliche Kulturwissenschaftlerin; Kulturreferentin beim Bezirk Niederbayern; jetzt Projektleitung „Zukunft der Dörfer“

Marcel Schrör
Jahrgang 1993, studiert Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Vechta; studentischer Mitarbeiter im Projekt „Zukunft der Dörfer“

 

Partner und Förderer

  • Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
  • Volkswagenstiftung – Niedersächsisches Vorab
  • Kulturanthropologisches Institut Oldenburger Münsterland (KAI)
  • Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum

…mit freundlicher Unterstützung durch

  • von Döllen-Stiftung, Diepholz
  • Gemeinde Goldenstedt
  • Oldenburgische Landschaft
  • Heimatbund Oldenburger Münsterland e.V.
  • Verbund Oldenburger Münsterland e.V.
  • Heimatverein Garrel e.V.
  • IG Bauernhaus e.V.
  • Bildungsberatung Cloppenburg
  • Ortsverschönerungsverein Elisabethfehn e.V.
  • Niedersächsischer Heimatbund e.V.