Ideen für’s Dorf: Was ist meine ganz persönliche emotionale Heimat? (Sarah Janßen)

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Mein Name ist Sarah Janßen. Ich liebe sowohl mein idyllisches und naturnahes Leben in meinem kleinen Dorf als auch mein von Pflichten und Interessen geleitetes Dasein in der nahegelegenen Stadt.

Idee: Nach ausführlicher Auseinandersetzung mit den Begriffen Heimat, Herkunft und Identität musste ich zunächst für mich definieren, was diese Ausdrücke für mich bedeuten in Bezug auf das Dorf oder die Stadt. Da ich seit Kind an in einem kleinen Dorf wohne, hat dieses eine sehr große Bedeutung für mich. Ich durfte auf einem großen Hof mit meinen Geschwistern inmitten von Wäldern und Feldern aufwachsen und konnte somit die schöne Natur und Freiheit auf dem Land genießen. Allerdings ist mir das Stadtleben ebenso wichtig, da mich dort sowohl mein Studium als auch meine Hobbies und Freizeitaktivitäten hinführen. Mein Leben gestaltet sich also aus dem Zusammenspiel von Stadt und Dorf. Nun bin ich bei all diesen Überlegungen allerdings immer an den Punkt gekommen, in dem ich mich gefragt habe, wie man Heimat denn nun für sich definieren kann. Eher örtlich bezogen? Oder hat es doch mehr mit den eigenen Emotionen und Gefühlen zu tun? So bin ich also mit der Problemstellung in mein Projekt gegangen. Denn ich denke, dass die Menschen heutzutage, wenn sie den Begriff Heimat hören, direkt an diejenige Örtlichkeit denken, wo sie sesshaft sind, jedoch die persönliche emotionale Bindung zu dieser Heimat dabei völlig außen vor lassen. Man sollte mehrperspektivisch auf den Begriff Heimat schauen und sich mit ihm intensiver auseinandersetzen. Meine Message von diesem Projekt soll also sein, den Menschen zu zeigen, dass Heimat nicht zu einseitig und eindimensional zu betrachten ist, sondern jede Person eine individuelle Auffassung von Heimat haben kann. Die Vielschichtigkeit dieses Begriffs soll somit in den Vordergrund gerückt werden und die Menschen dazu ermutigen, Dinge zu hinterfragen und einen weiteren Blick auf seine eigene Heimat und Herkunft zu werfen.
Durchführung:
Zunächst habe ich mir die Methode einer Befragung ausgesucht, um dieses Projekt realisieren zu können. Auch möchte ich mit dieser Methodik eine große Reichweite erlangen, indem eine Vielzahl an Menschen befragt werden. Daraufhin war meine Aufgabe, einen allgemeinen Fragebogen inklusive vorangestelltem Infotext zu verschriftlichen, damit die Leser*innen zuallererst über mein Projekt informiert werden. Dieser Infotext sieht wie folgt aus: PDF Infozettel
Anschließend habe ich den Fragebogen so gegliedert, dass ich zunächst biographische Daten der Personen erfrage. Dies dient einfach zur gewissen Personalisierung der einzelnen Texte, welche sich im Laufe des Projekts entwickeln werden. Denn ich empfinde es als durchaus wichtig, zu wissen, welches Alter die befragte Person hat und ob sie auf einem Dorf oder in einer Stadt lebt, um daraufhin eventuell sich herausstellende Unterschiede und Auffälligkeiten hinsichtlich dieser Merkmale für mich festhalten zu können.
Anschließend soll in einem Bild die ganz persönliche emotionale Heimat der Person dargestellt und mit einem Titel versehen werden, um dem Ganzen diesen Charakter einer kleinen persönlichen „Geschichte“ zu geben.
In dieser Geschichte bitte ich die Personen darum, zu klären, was auf dem ausgewählten Bild oder Foto zu sehen ist und zu begründen, warum dieses Abbild für sie persönlich Heimat darstellt. Ich erhoffe mir dadurch, dass die Befragten sich intensiver und tiefsinniger mit diesem Begriff befassen und auseinandersetzen, sodass interessante Beiträge entstehen können. Der Fragebogen sieht unausgefüllt so aus: PDF Fragebogen
Zur Ausgestaltung meines Projekts erstelle ich dann eine Art Blog, wo die einzelnen Fotos einschließlich der dazu formulierten Texte als einzelne Beiträge hochgeladen werden. So kann man sich dann ganz frei die unterschiedlichen interessanten Geschichten anschauen. Dies ist derzeit noch in Bearbeitung.
Ansonsten befinden sich die Fragebogen im Umlauf und ich versuche, sowohl über die persönliche Weitergabe an Familie, Freunde und Bekannte sowie durch eine öffentliche Befragung im Internet so viele persönliche Geschichten zur Heimat zu erhalten, sodass ein erfolgreiches Projekt entstehen kann. Ich bin gespannt!

Sarah Janßen

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